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Tag 3 in Mexico City. Zwei Blinde und die Mädchen

heute haben Jorge und ich uns auf dem Zokkalo getroffen. Vor 2 Tagen bin ich in der Stadt einem Mann mit seinem Sohn begegnet. Beide sind wohl blind. Der Vater, der Andrea Bocelli ähnelt, spielt ein Keyboard, das er herum trägt. Sein Sohn führt sie mit einem Blindenstock.Sein Spiel hat mich so berührt, dass ich weinen mußte. Als ob die Musik geradewegs aus dem Himmel käme und mein Herz bewegt. Mit bewegter Stimme begrüßte ich die Blinden. Könnte ich mit Jorge demnächst für die Beiden beten, frage ich mich? Aber woher weiß ich wann sie wieder da sind?

Tatsächlich -kaum war ich heute mit Jorge in der Stadt, höre ich die bekannte Melodie. Unglaublich! Und wieder muss ich weinen. Also befehlen wir uns im Gebet dem Herrn an und gehen dann zu Beiden. Der Vater kann sich an meine Stimme erinnern.. Jorge fragt ihn auf spanisch, ob ich für ihn beten soll. Er bittet darum und freut sich sehr. Er glaubt sehr stark an den Herrn.

Also beten wir und gehen dann weiter. Aber er ist nicht sehend geworden. Mir fehlt wohl der Glaube.

Wir sind noch unter diesem Eindruck., als uns einige Mädchen ansprechen und fragen, ob Jorge spanisch spricht. Sie freuen sich als er bejaht. In der Schule bekamen sie die Aufgabe Leute auf Englisch zu interviewen. Sie fragen, ob ich bereit bin. Ich sage ja.

Die erste Frage lautet, was ich am Morgen als erstes mache. Meine Antwort: Ich bete und bitte den Heiligen Geist mich zu schützen und zu leiten und lese die Bibel. Sie möchte wissen, was ich frühstücke und an welchem Ort ich am liebsten wäre.

Gott hat mich nach Mexico City geschickt. Deshalb möchte ich nirgends anders auf der Welt sein, lautet meine Antwort.

Hätte Jorge es nicht übersetzt. wäre es nicht zu diesem Interview gekommen. Wir, aber besonders ich. wundere mich, dass die Mädchen gerade mich angesprochen haben. Seltsam, aber das scheint das Motto dieser Reise zu werden.

Dann gehen wir in ein Kaufhaus. in dem oben ein Cafe ist mit Aussicht auf den Palacio de Las bellas artes.

Es ist so ein wunderbarer Ort. Neben mir sitzt ein junger Deutscher und zeichnet den Palacio.

wir können noch eine Telefonkarte besorgen. Dann gehen wir am Regierungssitz Mexico’s vorbei zum Hostel.

Ein aufregender Tag neigt sich dem Ende und ich freue mich auf mein Bett, allerdings nicht ohne Ohrstöpsel. Der Lärm ist unerträglich. Aber nach 22.15 Uhr wird es besser. Gott sei Dank!

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